Josef Oharek

Automechaniker. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1911    † 1943

 

Lebenslauf

Josef Oharek wurde am 20.11.1911 in Traplice (Mähren) geboren. Er arbeitete als Automechaniker und war gebürtiger Tscheche. Er lebte in Traplice Nr. 178.

Widerstand, Verhaftung, Todesurteil

Josef Oharek wurde am 19. 1. 1943 verhaftet und kam am 24. 2. 1943 in Untersuchungshaft. Am 17. 3. 1943 wurde er vom Sondergericht beim deutschen Landesgericht in Brünn wegen ’Begünstigung von Reichsfeinden‘ gemeinsam mit 21 weiteren Angeklagten zum Tode verurteilt. Noch am selben Tag (also am 17. 3. 1943) wurde er vom deutschen Gefangenenhaus in Ungarisch-Hradisch (Uherské Hradištĕ) zum Landesgericht I in Wien überstellt. Seine Hinrichtung erfolgte am 30.6.1943 im Landesgericht I in Wien.

Gedenkort - Straflandesgericht Wien

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Gedenkort - Gruppe 40, Zentralfriedhof

In der Gruppe 40 wurden die im Wiener Landesgericht Hingerichteten beerdigt. 2013 wurde die Gruppe 40 zur Nationalen Gedenkstätte erklärt.

Quellen

Weiterführende Informationen

  • DÖW Katalog zur permanenten Ausstellung. Hg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Wien 2006
  • Wolfgang Neugebauer, Der österreichische Widerstand 1938-1945, Wien 2008
  • Die Geschichte des Grauen Hauses und die österreichische Gerichtsbarkeit, Wien 2012
  • DÖW (Hg.) Widerstand und Verfolgungen in den österreichischen Bundesländern (Wien, Burgenland, Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich, Salzburg), Wien 1975-1991
  • Heinz Arnberger, Claudia Kuretsidis-Haider (Hg.) Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungszeichen zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung, Wien 2011
  • Brigitte Bailer, Wolfgang Maderthaner, Kurt Scholz (Hg.), „Die Vollstreckung verlief ohne Besonderheiten“, Wien
  • Herbert Steiner, Gestorben für Österreich. Widerstand gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1995
  • Herber Steiner, Zum Tode verurteilt: Österreicher gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1964
  • Willi Weinert, „Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer“. Biografien der im Wiener Landesgericht hingerichteten WiderstandskämpferInnen gegen das NS-Regime. Ein Führer durch die Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof. 4. Auflage Wiener Stern Verlag 2017
  • Lisl Rizi, Willi Weinert, „Mein Kopf wird euch auch nicht retten“. Korrespondenzen österreichischer WiderstandskämpferInnen aus der Haft. 4 Bände. Wiener Stern Verlag 2016

Web-Hinweise


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